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für Anwälte.

Über Rechtsgebiete gefunden werden statt über den Kanzleinamen — berufsrechtlich sauber und mandantenverständlich.

21. Juli 2026 11 Min Lesezeit

Wer heute einen Anwalt sucht, gibt selten einen Kanzleinamen ein. Gesucht wird nach dem Problem: „Kündigung erhalten was tun“, „Abmahnung Filesharing“, „Erbengemeinschaft Streit“. Auf diese Suchen antworten überwiegend Portale, Legal-Tech-Anbieter und große Kanzleien mit eigenen Redaktionen. Für eine mittelgroße Kanzlei ist das trotzdem kein aussichtsloser Wettbewerb — sie muss nur an der richtigen Stelle antreten: bei den spezifischen, regional gefärbten Suchanfragen, auf die niemand mit Standardinhalten überzeugend antwortet. Dazu kommt ein Rahmen, den andere Branchen nicht haben: das anwaltliche Berufsrecht.

Die Ausgangslage: Wogegen ihr antretet

  • Allgemeine Suchen („Anwalt Arbeitsrecht München“) werden von Portalen und Verzeichnissen dominiert
  • Problemsuchen („Aufhebungsvertrag unterschreiben oder nicht“) sind für Kanzleien gut erreichbar — hier zählt Fachtiefe
  • Mandanten vergleichen im Schnitt mehrere Kanzleien, bevor sie anrufen
  • Der erste Kontakt ist häufig emotional: Angst, Ärger, Zeitdruck — der Ton der Website entscheidet mit
  • Bewertungen und Erreichbarkeit sind für viele Mandanten wichtiger als das Kanzleidesign

Aufbau einer Kanzleiwebsite

BereichInhaltFunktion
KopfbereichRechtsgebiete, Telefon, Ersttermin-Buttonsofortige Orientierung
StartseiteSchwerpunkte, Anwälte, Standort, ErstberatungEinstieg und Verteiler
Rechtsgebietsseitenje Schwerpunkt eine Seite, mandantenverständlichSichtbarkeit und Aufklärung
AnwaltsprofileWerdegang, Schwerpunkte, Veröffentlichungen, Fotopersönliches Vertrauen
Ablauf und Kostenwie eine Mandatierung läuft, wie abgerechnet wirdHürden senken
AktuellesUrteilsbesprechungen, GesetzesänderungenFachkompetenz und Sichtbarkeit
KontaktTelefon, Formular, Anfahrt, ErreichbarkeitAbschluss

Der am meisten unterschätzte Bereich ist „Ablauf und Kosten“. Viele Mandanten zögern, weil sie nicht wissen, was ein Erstgespräch kostet und ob sie sich damit schon binden. Wer erklärt, wie eine Erstberatung abläuft, was sie kostet und was danach passiert, senkt die Hemmschwelle deutlich — und filtert zugleich unpassende Anfragen heraus.

Rechtsgebietsseiten, die tatsächlich gelesen werden

Der klassische Fehler ist die Rechtsgebietsseite, die wie ein Lehrbuchauszug klingt. Mandanten suchen keine Definitionen, sondern Orientierung in ihrer konkreten Lage. Ein bewährter Aufbau:

  1. 1Die Situation benennen, in der sich der Mandant befindet — in seiner Sprache
  2. 2Was jetzt wichtig ist: Fristen, erste Schritte, häufige Fehler
  3. 3Wie ihr vorgeht: Ablauf einer Mandatsbearbeitung in diesem Gebiet
  4. 4Was es kostet: Abrechnungsart, Rahmen, Rechtsschutz-Hinweis
  5. 5Häufige Fragen als FAQ-Block, mit strukturierten Daten ausgezeichnet
  6. 6Ansprechpartner mit Foto und direktem Kontaktweg

Fristen sind dabei euer stärkstes Argument: Wer nach einer Kündigung erfährt, dass die Klagefrist drei Wochen beträgt, handelt sofort. Das ist keine Werbung, sondern Information — und genau deshalb wirkt es.

Vertrauen ohne Werbefloskeln

Anwaltliche Werbung ist zulässig, solange sie sachlich über die berufliche Tätigkeit informiert. Reißerische Selbstanpreisung ist es nicht. Das ist weniger Einschränkung, als es klingt — sachliche Information wirkt bei rechtlichen Themen ohnehin überzeugender.

StattBesser
„Ihre Kanzlei Nummer 1“„Fachanwalt für Arbeitsrecht seit 2012“
„Wir gewinnen für Sie“„Ablauf und mögliche Ausgänge im Überblick“
„Beste Kanzlei der Region“„340 Kündigungsschutzverfahren seit Gründung“
Stockfoto mit Waage und ParagrafFoto der Anwältinnen und Anwälte in der Kanzlei
„Kostenlose Erstberatung“ pauschal„Erstberatung nach § 34 RVG, Rahmen und Ablauf erklärt“

Berufsrecht und Pflichtangaben

Die folgenden Punkte gehören zum Standard jeder Kanzleiwebsite. Das ersetzt keine berufsrechtliche Prüfung im Einzelfall — die Feinheiten unterscheiden sich je nach Kammer und Sachverhalt.

  • Impressum mit Berufsbezeichnung, Verleihungsstaat, zuständiger Rechtsanwaltskammer und berufsrechtlichen Regelungen samt Fundstelle
  • Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung mit Versicherer und räumlichem Geltungsbereich
  • Fachanwaltsbezeichnungen nur führen, wenn sie verliehen wurden — Tätigkeitsschwerpunkte klar davon abgrenzen
  • Erfolgsangaben nur sachlich und nachprüfbar, keine Erfolgsversprechen
  • Mandantenbewertungen sind heikel: Verschwiegenheitspflicht beachten, keine Rückschlüsse auf Mandate zulassen
  • Hinweis zur außergerichtlichen Streitbeilegung, soweit einschlägig
  • Kontaktformulare verschlüsselt übertragen, keine Sachverhaltsschilderung als Pflichtfeld abfragen
  • Hosting in der EU, Auftragsverarbeitungsverträge mit allen Dienstleistern
  • Tracking und Karten erst nach aktiver Einwilligung laden
  • Keine unverschlüsselte Übermittlung mandatsbezogener Daten per E-Mail-Formular

Vom Besucher zur Mandatsanfrage

  • Telefonnummer prominent und klickbar — bei akuten Anliegen der wichtigste Weg
  • Rückrufoption mit Zeitfenster für Menschen, die im Büro nicht frei sprechen können
  • Kurzes Anfrageformular: Name, Kontakt, Rechtsgebiet, kurze Einordnung — keine Falldarstellung
  • Erreichbarkeitszeiten und realistische Reaktionszeit nennen
  • Erstberatung erklären: Ablauf, Dauer, Kosten, Unterlagen
  • Hinweis auf Rechtsschutzversicherung und Deckungsanfrage

Was eine Kanzleiwebsite kostet

UmfangEnthaltenPreisLaufend/Monat
Kompakt6–8 Seiten, 2–3 Rechtsgebiete, Profile, Kontakt5.000–9.000 €60–120 €
Standard12–20 Seiten, Rechtsgebiete mit Unterseiten, Aktuelles9.000–20.000 €120–350 €
Ausgebaut25+ Seiten, mehrere Standorte, Mandantenportal, mehrsprachig20.000–45.000 €350–800 €

Die Amortisation ist bei Kanzleien in der Regel schnell erreicht, weil der Wert eines einzelnen Mandats hoch ist. Entscheidend ist weniger das Budget als die kontinuierliche Pflege: Kanzleiwebsites mit regelmäßigen Fachbeiträgen gewinnen über die Jahre deutlich an Sichtbarkeit — solche ohne verlieren sie.

Nächster Schritt

Kanzleiwebsite mit Substanz

Wir bauen Websites für Kanzleien: mandantenverständlich, über Rechtsgebiete auffindbar und berufsrechtlich sauber umgesetzt.

Kanzlei-Website anfragen
FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für eine Anwaltskanzlei?+
Eine kompakte Kanzleiwebsite mit 6–8 Seiten kostet 5.000–9.000 €. Der Standardumfang mit ausgebauten Rechtsgebietsseiten und Fachbeiträgen liegt bei 9.000–20.000 €, größere Kanzleien mit mehreren Standorten bei 20.000–45.000 €.
Was ist beim Anwaltswerberecht auf der Website zu beachten?+
Werbung muss sachlich über die berufliche Tätigkeit informieren. Unzulässig sind reißerische Selbstanpreisung und Erfolgsversprechen. Fachanwaltsbezeichnungen dürfen nur geführt werden, wenn sie verliehen wurden, und Referenzfälle müssen die Verschwiegenheitspflicht wahren.
Darf ich Mandantenbewertungen auf der Kanzleiwebsite zeigen?+
Nur mit großer Vorsicht. Die Verschwiegenheitspflicht verbietet Rückschlüsse auf Mandatsverhältnisse. Ohne ausdrückliche Einwilligung und ausreichende Anonymisierung sollte darauf verzichtet werden — auch bei Antworten auf öffentliche Bewertungen.
Wie werde ich als Kanzlei online gefunden?+
Über spezifische Problemsuchen statt allgemeiner Rechtsgebietsbegriffe. Eigene Seiten je Rechtsgebiet und typischem Anliegen, ergänzt um regionale Bezüge und regelmäßige Fachbeiträge, sind für mittelgroße Kanzleien der wirksamste Weg.
Darf ich ein Kontaktformular für Mandatsanfragen nutzen?+
Ja, wenn die Übertragung verschlüsselt erfolgt und keine detaillierte Sachverhaltsschilderung als Pflichtfeld verlangt wird. Für vertrauliche Unterlagen sollte ein gesicherter Kanal statt eines Standardformulars angeboten werden.
Direkt umsetzen

Mandanten finden Kanzleien über Probleme, nicht über Namen.

Wir bauen Kanzleiwebsites, die genau dort antworten — sachlich, verständlich und berufsrechtlich korrekt.

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