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Webentwicklung

Webflow-
Kosten.

Lizenz, Umsetzung, Betrieb — und die Frage, ob sich der Mittelweg für euch rechnet.

23. Juli 2026 10 Min Lesezeit

Webflow hat sich als Zwischenstufe etabliert: mehr Gestaltungsfreiheit als ein Baukasten, weniger Aufwand als eine Eigenentwicklung, kein Update-Zwang wie bei WordPress. Der Preis dafür ist ein Lizenzmodell, das auf den ersten Blick günstig wirkt und in der Summe regelmäßig unterschätzt wird — weil sich Kosten auf mehrere Ebenen verteilen. Dieser Artikel schlüsselt auf, was tatsächlich anfällt, was eine Agentur für die Umsetzung berechnet und für welche Vorhaben sich der Weg rechnet.

Was Webflow ist — und was nicht

Webflow ist ein gehosteter visueller Editor, mit dem sich Websites weitgehend frei gestalten lassen, ohne Code zu schreiben. Das Ergebnis wird auf Webflows Infrastruktur ausgeliefert. Anders als bei einem klassischen Baukasten arbeitet man dabei nah an den zugrunde liegenden Webtechnologien — was mehr Freiheit bedeutet, aber auch mehr Fachwissen verlangt.

  • Kein eigener Server, keine Updates, keine Plugin-Pflege
  • Gestaltungsfreiheit deutlich über Baukastenniveau
  • Eingebautes Redaktionssystem für strukturierte Inhalte
  • Kein vollständiger Code-Export für die laufende Website — ihr bleibt an die Plattform gebunden
  • Bedienung ist nicht selbsterklärend: Ohne Grundverständnis von Layout und Struktur wird es schnell unübersichtlich

Lizenzkosten verstehen

Webflow trennt zwei Ebenen, und genau das führt regelmäßig zu Überraschungen: Site-Pläne pro veröffentlichter Website und Workspace-Pläne pro Team. Wer nur die Site-Preise vergleicht, unterschätzt die Gesamtkosten.

EbeneWofürGrößenordnung pro Monat
Site-Plan Basiseinfache Website ohne Redaktionssystemca. 14–20 €
Site-Plan mit CMSWebsite mit strukturierten Inhalten, Blogca. 25–35 €
Site-Plan Businesshöherer Traffic, mehr Inhalteca. 45–60 €
Workspace für Teamsje Person mit Bearbeitungsrechtenca. 20–35 €
E-Commerce-AufschlagShop-Funktionenab ca. 30 € zusätzlich

Für ein kleines Unternehmen mit einer Website und zwei bearbeitenden Personen landet man realistisch bei 60 bis 100 € im Monat, also 720 bis 1.200 € im Jahr — deutlich mehr als klassisches Hosting, dafür ohne Wartungsaufwand.

Umsetzungskosten durch eine Agentur

UmfangEnthaltenPreis
Landingpageeine Seite, Formular, Tracking1.500–4.000 €
Kompakte Website5–8 Seiten, Vorlage angepasst3.500–8.000 €
Unternehmenswebsite10–15 Seiten, individuelles Design, CMS-Strukturen9.000–20.000 €
Umfangreiche Website20+ Seiten, komplexe Inhaltsstrukturen, Animationen20.000–45.000 €

Der Aufwand liegt damit im selben Bereich wie bei anderen Systemen. Der Unterschied liegt weniger im Preis der Erstellung als im laufenden Betrieb: keine Update-Wartung, dafür höhere Lizenzkosten.

Gesamtkosten über drei Jahre

Beispielrechnung für eine Unternehmenswebsite mit 12 Seiten, Blog und zwei Redakteuren:

PositionWebflowWordPressHeadless individuell
Aufbau12.000 €11.000 €22.000 €
Lizenz/Hosting 36 Monate2.900 €1.800 €1.800 €
Wartung 36 Monate900 €7.200 €3.600 €
Anpassungen 36 Monate4.500 €5.400 €5.400 €
Summe 3 Jahre20.300 €25.400 €32.800 €

Über drei Jahre schneidet Webflow in diesem Szenario gut ab, weil die Wartungskosten weitgehend entfallen. Der Vorteil schrumpft, wenn viele Personen Bearbeitungsrechte brauchen oder die Website stark wächst — dann steigen die Lizenzkosten überproportional.

Vergleich mit Alternativen

KriteriumWebflowWordPressHeadless individuell
Gestaltungsfreiheithochhoch mit Aufwandvollständig
Wartungsaufwandsehr geringhochgering
Laufende Lizenzkostenhochgeringgering
Datenhoheitbeim Anbieterbei euchbei euch
Redaktiongutsehr gutje nach CMS sehr gut
Anbieterwechselaufwendiggut möglichgut möglich
Verfügbarkeit von Dienstleisternmittelsehr hochmittel

Wann sich Webflow lohnt

  • Gestaltungsanspruch hoch, aber kein Bedarf an eigener Geschäftslogik
  • Kleines Team ohne IT-Ressourcen, das Wartung vermeiden will
  • Marketing-getriebene Websites, die häufig angepasst werden
  • Kampagnenseiten und Landingpages, die schnell entstehen sollen
  • Agenturen und Studios, die eigene Auftritte pflegen

Grenzen und Risiken

  1. 1Bindung an die Plattform: Ein Wechsel bedeutet praktisch einen Neubau des Frontends
  2. 2Preisänderungen liegen außerhalb eurer Kontrolle — kalkuliert Puffer ein
  3. 3Serverstandort und Datenverarbeitung: bei strengen Datenschutzanforderungen vorab prüfen
  4. 4Funktionsumfang wird vom Anbieter bestimmt, nicht von euren Anforderungen
  5. 5Kleinerer Markt an Dienstleistern als bei WordPress — prüft die Verfügbarkeit in eurer Region

Diese Punkte sind kein Ausschlusskriterium, sollten aber bewusst entschieden werden. Wer die Plattformbindung akzeptiert und dafür wartungsarmen Betrieb bekommt, macht ein faires Geschäft. Wer maximale Unabhängigkeit braucht, ist mit einem Headless-Setup besser bedient.

Nächster Schritt

Systemvergleich für euren Fall

Wir rechnen euch Webflow, WordPress und ein Headless-Setup über fünf Jahre durch — mit euren Zahlen, nicht mit Beispielwerten.

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FAQ

Häufige Fragen

Was kostet Webflow im Monat?+
Site-Pläne liegen je nach Umfang bei etwa 14–60 € monatlich, dazu kommen Workspace-Kosten von rund 20–35 € pro bearbeitender Person. Für ein kleines Unternehmen mit zwei Redakteuren sind 60–100 € monatlich realistisch.
Was kostet eine Website mit Webflow bei einer Agentur?+
Eine kompakte Website kostet 3.500–8.000 €, eine Unternehmenswebsite mit 10–15 Seiten 9.000–20.000 €, umfangreichere Projekte 20.000–45.000 €. Das entspricht etwa dem Niveau anderer Systeme.
Ist Webflow günstiger als WordPress?+
Über drei Jahre häufig ja, weil die Update-Wartung entfällt. Die höheren Lizenzkosten werden durch geringeren Betreuungsaufwand mehr als ausgeglichen — solange nicht viele Personen Bearbeitungsrechte brauchen.
Kann ich meine Webflow-Website exportieren?+
Nur eingeschränkt. Ein Export der Gestaltung ist je nach Tarif möglich, das Redaktionssystem und dynamische Funktionen lassen sich so nicht mitnehmen. Ein Anbieterwechsel bedeutet praktisch einen Neubau des Frontends.
Ist Webflow DSGVO-konform nutzbar?+
Grundsätzlich ja, es sind aber die üblichen Punkte zu klären: Auftragsverarbeitungsvertrag, Serverstandorte, Umgang mit Formulardaten und eingebundene Dienste. Bei strengen Anforderungen an den Datenstandort sollte das vorab geprüft werden.
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Webflow, WordPress oder eigenes Frontend?

Wir rechnen die drei Wege für euren Fall durch — inklusive laufender Kosten über fünf Jahre.

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