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Landingpage
erstellen lassen.

Eine Seite, ein Ziel, keine Ablenkung. Der Aufbau, der funktioniert — und was er kostet.

22. Juli 2026 11 Min Lesezeit

Eine Landingpage ist keine kleine Website. Sie ist ein Werkzeug mit einer einzigen Aufgabe: Besucher aus einer bestimmten Quelle in eine bestimmte Handlung überführen. Alles, was diesem Ziel nicht dient — Navigation, Unternehmensgeschichte, Verweise auf andere Leistungen — schadet ihr. Genau deshalb scheitern die meisten Landingpages: Sie werden gebaut wie eine Unterseite der Website, mit Menü, Footer-Links und drei konkurrierenden Handlungsaufforderungen. Dieser Artikel zeigt den Aufbau, der sich in der Praxis bewährt hat, was eine professionell erstellte Landingpage kostet und welche Fehler die Conversion-Rate zuverlässig halbieren.

Wann sich eine eigene Landingpage lohnt

  • Ihr schaltet bezahlte Anzeigen: Wer für Klicks zahlt, sollte sie nicht auf eine Startseite mit acht Wegen leiten
  • Ihr bewerbt ein einzelnes Angebot: eine Leistung, ein Produkt, ein Event, ein Download
  • Ihr sprecht eine klar abgegrenzte Zielgruppe an, für die eure allgemeine Website zu breit ist
  • Ihr wollt eine Botschaft testen, bevor ihr die Website umbaut
  • Ihr habt eine Kampagne mit Laufzeit — Messe, Aktion, Saison

Landingpage oder Website-Unterseite?

KriteriumLandingpageWebsite-Unterseite
Zielgenau einesinformieren und weiterleiten
Navigationkeine oder minimalvollständig
Traffic-QuelleAnzeigen, Newsletter, QR-Codeorganische Suche, Direktzugriff
LebensdauerKampagnendauerdauerhaft
SEO-Anspruchgering bis keinerhoch
ErfolgsmessungConversion-RateRankings und Verweildauer

Beides schließt sich nicht aus. Viele Unternehmen betreiben eine SEO-optimierte Leistungsseite für die organische Suche und daneben eine reduzierte Landingpage für Anzeigen — mit derselben Aussage, aber ohne Ablenkung.

Der Aufbau in neun Abschnitten

  1. 1Kopfbereich: Nutzenversprechen in einem Satz, Untertitel zur Konkretisierung, primäre Handlungsaufforderung, ein aussagekräftiges Bild
  2. 2Vertrauensleiste: Kundenlogos, Bewertungen, Zertifikate, Zahlen — direkt unter dem Kopfbereich
  3. 3Problem: Die Situation des Besuchers benennen, damit er sich erkannt fühlt
  4. 4Lösung: Wie euer Angebot dieses Problem löst — in drei bis vier Punkten, nutzenorientiert
  5. 5Beweis: eine Referenz mit konkretem Ergebnis, idealerweise mit Zahl und Name
  6. 6Ablauf: was nach der Anfrage passiert, in drei bis vier Schritten
  7. 7Einwände: die drei häufigsten Bedenken vorwegnehmen und beantworten
  8. 8Handlungsaufforderung: Formular oder Buchungsmöglichkeit, prominent
  9. 9FAQ: fünf bis acht Fragen, die sonst zum Absprung führen

Die Reihenfolge ist kein Dogma, aber sie folgt der Logik eines Verkaufsgesprächs: erst zeigen, dass ihr das Problem versteht, dann die Lösung, dann den Beweis, dann die Handlung. Wer mit dem Formular beginnt, fragt vor der Argumentation nach dem Abschluss.

Texte, die konvertieren

StattBesser
„Willkommen bei uns“„Heizungsnotdienst in München — in 90 Minuten vor Ort“
„Wir bieten innovative Lösungen“„Wir senken eure Ladezeit unter zwei Sekunden“
„Jetzt Kontakt aufnehmen“„Kostenlose Ersteinschätzung anfordern“
„Über 20 Jahre Erfahrung“„Seit 2004 über 800 Projekte umgesetzt“
„Absenden“„Angebot anfordern“
  • Die Überschrift entscheidet: Sie muss dieselbe Aussage tragen wie die Anzeige, über die der Besucher kam
  • Nutzen vor Merkmal: nicht was ihr tut, sondern was der Kunde davon hat
  • Konkrete Zahlen schlagen Adjektive — jede Zahl macht eine Aussage überprüfbar
  • Kurze Absätze, maximal drei bis vier Zeilen, viele Zwischenüberschriften
  • Duzen oder siezen — aber konsequent, in Text, Formular und Bestätigungsseite

Das Formular

Das Formular ist der Ort, an dem der Erfolg entsteht oder verloren geht. Jedes zusätzliche Feld kostet Abschlüsse — und zwar spürbar. Fragt nur ab, was ihr für den nächsten Schritt wirklich braucht.

  • Drei bis fünf Felder: Name, Kontakt, ein Kontextfeld — mehr braucht ein Erstkontakt selten
  • Sichtbare Labels, keine reinen Platzhaltertexte
  • Fehlermeldungen direkt am Feld, in Textform, mit konkretem Hinweis
  • Datenschutzhinweis knapp und verständlich, Einwilligung nicht vorausgewählt
  • Nach dem Absenden: eigene Bestätigungsseite mit den nächsten Schritten — nicht nur „Danke“
  • Zweiter Weg anbieten: Telefonnummer für alle, die nicht tippen wollen

Technik und Messung

  • Ladezeit unter zwei Sekunden — bei bezahltem Traffic zahlt ihr für jeden Abbruch doppelt
  • Mobil zuerst: Anzeigenklicks kommen überwiegend vom Smartphone
  • Conversion-Tracking eingerichtet und getestet, bevor die erste Anzeige läuft
  • UTM-Parameter je Quelle, damit ihr Kanäle auseinanderhalten könnt
  • Consent-konform messen: serverseitiges Tracking erhält die Datenbasis
  • Auf noindex setzen, wenn die Landingpage inhaltlich mit einer Website-Seite konkurriert

Was eine Landingpage kostet

UmfangEnthaltenPreis
EinfachVorlage angepasst, Texte vom Kunden, Formular1.200–2.500 €
Standardindividuelles Design, Texte, Formular, Tracking3.000–6.000 €
UmfassendKonzept, Texte, Design, Entwicklung, Tracking, zwei Varianten für Tests6.000–12.000 €
Kampagnen-Set3–5 Varianten für verschiedene Zielgruppen8.000–20.000 €

Bei bezahltem Traffic rechnet sich der Aufpreis für die bessere Variante schnell: Wer monatlich 3.000 € in Anzeigen investiert und die Conversion-Rate von 2 auf 4 Prozent verdoppelt, holt die Mehrkosten in wenigen Wochen wieder herein.

Zehn Conversion-Killer

  1. 1Vollständige Website-Navigation auf der Landingpage
  2. 2Überschrift, die nicht zur Anzeige passt, über die der Besucher kam
  3. 3Mehrere konkurrierende Handlungsaufforderungen
  4. 4Formular mit zehn Feldern für einen Erstkontakt
  5. 5Kein einziger Beweis: keine Referenz, keine Zahl, keine Bewertung
  6. 6Stockfotos statt echter Bilder
  7. 7Ladezeit über vier Sekunden auf dem Smartphone
  8. 8Cookie-Banner, das die Handlungsaufforderung verdeckt
  9. 9Kein Hinweis darauf, was nach dem Absenden passiert
  10. 10Kein Tracking — ihr wisst nicht, ob es funktioniert
Nächster Schritt

Landingpage, die rechnet

Wir bauen Landingpages mit Konzept, Text und Messung — damit ihr nach vier Wochen wisst, was sie gebracht hat.

Landingpage anfragen
FAQ

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?+
Eine angepasste Vorlage kostet 1.200–2.500 €, eine individuell gestaltete Landingpage mit Texten und Tracking 3.000–6.000 €. Mit Konzept, Testvarianten und mehreren Zielgruppen liegt der Rahmen bei 6.000–20.000 €.
Was gehört auf eine Landingpage?+
Nutzenversprechen im Kopfbereich, Vertrauenssignale, Problembeschreibung, Lösung, ein konkreter Beweis, Ablauf nach der Anfrage, Antworten auf typische Einwände, ein kurzes Formular und ein FAQ-Block.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?+
So lang wie nötig, um Einwände auszuräumen. Bei einfachen Angeboten reichen wenige Abschnitte, bei erklärungsbedürftigen und teuren Leistungen sind längere Seiten regelmäßig erfolgreicher, weil sie mehr Fragen beantworten.
Braucht eine Landingpage eine Navigation?+
Nein. Jede Navigation ist ein zusätzlicher Weg vom Ziel weg. Üblich sind nur Logo, gegebenenfalls Telefonnummer sowie Impressum und Datenschutz im Fußbereich.
Landingpage oder normale Unterseite für Google Ads?+
Für bezahlten Traffic fast immer eine eigene Landingpage. Sie passt genau zur Anzeige, lenkt nicht ab und lässt sich unabhängig von der Website testen und anpassen.
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